Call-to-Action: Wie verwende ich einen CTA?

  • Webdesign
Lesedauer: ca. 5 min

Was ist so ein Call-to-Action, welche Vorteile hat er und wie benutzt man ihn? Nun, die schönste, best-programmierte, informativste Website der Welt ist leider nutzlos, wenn dabei die Marketingziele aus den Augen verloren werden. Daher sollte man immer beachten, wie man Website-Besucher im Vertriebstrichter eine Stufe weiter bringen kann, damit sie zu Kunden werden. Dabei sind die einfachsten Methoden manchmal die einfachsten: Eine direkte Anforderung an den Besucher in Form eines Call-to-Actions (CTA).

Inhalt

    Was ist ein Call-to-Action?

    Ein CTA lässt sich einfach definieren: Ein Call-to-Action ist ein Begriff aus dem Marketing und beschreibt eine direkte Handlungsaufforderung. Ursprünglich kommen sie aus dem Direktmarketing.

    Dabei enthalten Postwurfsendungen am Ende immer eine Aufforderung direkt eine Handlung auszuführen, wie beispielsweise das beworbene Produkt zu kaufen oder anzurufen.


    Im Falle von Websiten gibt es viele Möglichkeiten, wie ein CTA aussehen kann. Unter anderem können Besucher aufgefordert werden

    • Kontakt aufzunehmen,
    • Anzurufen,
    • auf sozialen Medien zu folgen,
    • den Content zu teilen,
    • sich für eine Veranstaltung anzumelden,
    • sich ein PDF-Dokument herunterzuladen,
    • auf einen Link zu klicken,
    • sich für eine kostenlose Testversion zu registrieren,
    • ein Produkt zu kaufen,
    • und vieles mehr.

    Das Aussehen kann aufgrund der vielen Möglichkeiten des Internets stark variieren. Prinzipiell gestaltet sich ein CTA als Text in Form eines Links

    "Jetzt kaufen" Button als einfacher Link

    oder als Button

    Call-to-Action als Button

    Natürlich gibt es zur Lead-Generierung auch die Möglichkeit ihn in einer Box mit Eingabefeld zu platzieren:

    CTA in einem Anmeldeformular

    Es gibt also viele Varianten von CTAs. Wichtig ist jedoch, immer den Besucher zu einer Handlung aufzurufen. Die Platzierung, beispielsweise im Header, auf einem Hero-Image, oder einer Seitenleiste, ist dabei genauso variabel wie das aussehen des CTAs.

    Warum sollte ich einen Call-to-Action verwenden?

    Wie bringt man jemanden dazu, eine gewünschte Handlung zu unternehmen? Man sagt es ihm am besten direkt. Wenn ein potenzieller Kunde bereits ein Produkt gefunden hat, das ihm gefällt, wieso dann nicht gleich deutlich vermitteln, dass er es auch genau hier „jetzt kaufen“ kann?

    Sollte der Besucher kein Interesse haben wird er diese Aufforderung sowieso ignorieren. Durch immer wildere Werbebanner und Marketing-Aktionen sind die meisten Nutzer heute soweit abgestumpft, dass sie nicht relevante Botschaften unterbewusst ausblenden.

    Um zu beantworten, wieso CTAs sinnvoll sind, lassen sich auch deren Vorteile betrachten.

    Vorteile eines Call-to-Action

    • Die gezielte Handlungsaufforderung sorgt dafür, dass Interessenten sich nicht nur umsehen und informieren sondern auch handeln.
    • Der CTA beseitigt Zweifel und Verwirrungen, indem man dem Besucher eindeutig sagt, wie er ein gewünschtes Ziel erreichen kann.
    • Ein Call-to-Action hilft auch dem Webseitenersteller zu verstehen, welches Ziel seine Inhalte verfolgen. Einfach nur neuen Content zu produzieren ist nutzlos, wenn dieser nicht dabei hilft, die Ziele des Websitenbetreibers zu erreichen.
    • CTAs können eine regelrechte Hebelwirkung haben und aus kleinen Handlungen große Ergebnisse erzielen. Beispielsweise vergrößert sich das erreichte Publikum durch einfache Aussagen wie „Folge uns auf Instagram“ stark, wenn andere Kontakte des Nutzers sehen, dass ihr Bekannter einem Unternehmen auf Instagram folgt. Ein anderes Beispiel wäre ein CTA in der Form von „Ähnliche Produkte ansehen“, der zu Cross- und Upselling führt.

    Aus diesen Gründen sollte man immer genug CTAs einsetzen um das volle Potenzial seiner Website zu nutzen und mögliche Kunden nicht frühzeitig zu verlieren.

    Wie erstelle ich einen Call-to-Action?

    Ein CTA sollte auf jeden Fall klar geschrieben sein. Das bedeutet, er hat nur einen Zweck. Er soll den Besucher zu einer weiteren Handlung bringen. Es wird nur ein Ziel verfolgt, ob es nun etwas ist wie „jetzt kaufen“ oder „zum Newsletter anmelden“.

    Weiter muss die Handlung des CTA spezifisch sein. Der Nutzer muss auch genau wissen, was er tun soll. Ob er mit dem Drücken auf den Call-to-Action ein Produkt in den Warenkorb legt oder er eine E-Mail-Adresse zur Newsletter Anmeldung angibt, muss ganz eindeutig kommuniziert werden.

    Zuletzt muss jeder Call-to-Action auch einfach verständlich sein. Zum einen mit verständlichen Worten, aber auch kurz und prägnant. Wenn der CTA aus einem Block an Text, voller Fachbegriffe, besteht wird sich kein Besucher überhaupt die Mühe machen diesen lesen.

    Zum erstellen eines Call-to-Action sollte man sich auf jeden Fall folgende Fragen stellen:

    • Welchen Nutzen hat der Besucher davon den CTA zu klicken?
    • Welche Einwände könnte ein Besucher gegen das Drücken auf den Call-to-Action haben?
    • Lässt sich Social Proof benutzen um dem Nutzer Vertrauenswürdigkeit zu vermitteln?
    • Wie lässt sich der CTA optisch gestalten um sich organisch in den Style der Website einzufügen, er aber gleichzeitig heraussticht?
    • Wird der Besucher persönlich angesprochen?

    Bleibt bloß noch zu klären, wo ein CTA auf der Seite verwendet werden soll. Dies lässt sich recht schnell beantworten. Der Besucher benötigt möglichst überall eine klare Aufforderung, was er als nächstes tun soll.

    Wenn er beispielsweise auf einer Produktseite ist, soll er das Produkt auch in den Warenkorb legen. Als Nächstes soll er weiter zum Warenkorb und dann weiter zum bezahlen. Da eine Website meistens nicht nur zum Spaß betrieben wird, sollte jeder Inhalt einen bestimmten Zweck haben. Diesen Zweck unterstützt man durch einen passenden Call-to-Action.

    Welche CTAs sollte ich verwenden?

    Hierbei gibt es leider keine allgemein gültige Lösung. Die Tipps aus dem Kapitel „Wie erstelle ich einen Call-to-Action“ helfen dabei. Welcher CTA am besten funktioniert ist jedoch von jeder Website und deren spezifischen Besuchern abhängig. Das Wissen über die eigenen Websitebesucher ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Am sinnvollsten ist es Tests durchzuführen und die Call-to-Actions dementsprechend anzupassen.

    Gut geeignet sind zum Beispiel A/B-Tests. Bei diesen sehen die Hälfte der Nutzer den einen und die anderen Hälfte einen anderen CTA. Daraus ergeben sich schnell Ergebnisse, jedoch müssen diese auch nachverfolgbar sein. Dazu eignet sich unter anderem das Conversion-Tracking von Google Analytics, aber auch einfache selbst programmierte Lösungen können dafür ausreichen.

    Zusammenfasssung

    Es ist noch nichts erreicht, selbst wenn täglich tausende potenzielle Kunden auf eine Website kommen, die dann nicht interagieren. Es kann schwer sein, Personen auf die eigene Seite zu bringen. Ab hier fängt jedoch erst die eigentliche Überzeugungsarbeit an.

    Die Customer-Journey des Besuchers kann mit gezielten Call-to-Actions in die gewünschte Richtung gesteuert werden. Der Nutzer erhält durch diese direkten Handlungsaufforderungen einfach verständliche Signale. Diese zeigen ihm, wie er weiter machen soll. Daher sollte zu jedem Inhalt auch ein entsprechender CTA vorhanden sein.

    Letzten Endes wird nicht jeder Besucher einen Call-to-Action verwenden und das ist okay. Die Conversionrate erhöht sich jedoch durch passende Botschaften und klare Aufforderungen deutlich.

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