Facebook Werbeanzeigen oder Google Ads?

  • SEM
  • Social Media
Lesedauer: ca. 5 min

Was sollte man für sein Unternehmen nutzen? Facebook Werbeanzeigen oder Google Ads? Häufig gilt hier kein entweder oder. Daher werden die jeweiligen Vor- und Nachteile der beiden Plattformen in diesem Beitrag näher erläutert.

Inhalt

    Was sind die Unterschiede zwischen Google Ads und Facebook Werbeanzeigen?

    Bis vor kurzem dachten viele Werbetreibenden noch, Google Ads und Facebook Werbeanzeigen wären zwei konkurrierende Angebote. Dabei handelt es sich hier viel mehr um zwei verschiedene Angebote, die man in Kombination nutzen kann. Die Kunst besteht darin, die richtige Balance zwischen den beiden zu finden. Dadurch entstehen Synergieeffekte, die das beste aus beiden Welten vereinen.

    In diesem Artikel geht es um die Unterschiede von Google Ads und Facebook Werbeanzeigen. Darum wie die Plattformen funktionieren und warum man sie für seine Marketing Strategie in Betracht ziehen sollte.

    Google Ads: Bezahlte Suche

    Google Ads ist die weltweit größte und beliebteste Plattform für Pay per Click Werbung. Es ist soweit verbreitet, dass Werbetreibende es synonym mit dem Begriff „Suchmaschinenwerbung“ verwenden. Dabei gibt es durchaus noch weitere Suchmaschinen, in denen Werbung geschaltet werden kann. So funktionieren Bing Werbeanzeigen auf eine ähnliche Art.

    Suchmaschinenwerbung konzentriert sich bei der Ausrichtung auf die gesuchten Keywörter. Dabei sind die Anzeigen meist text-basiert. Werbetreibende bieten auf diese Keywörter. Das sind spezifische Phrasen, die in Suchanfragen von Google Nutzern eingegeben werden. Jedes Mal, wenn ein Nutzer ein einen Suchbegriff eingibt entscheidet Google, welche Anzeigen in Frage kommen. Von diesen werden unter Berücksichtigung verschiedener Bedingungen einige ausgewählt, die dem Nutzer angezeigt werden.

    Immer, wenn ein Nutzer auf eine Anzeige klickt wird ein bestimmter Geldbetrag ausgegeben. Daher auch der Name „Pay per Click“ Werbung. Das bloße Anzeigen der Werbung ist noch kostenfrei. Erst die Klicks kosten Geld. Die Gebots-Optimierung ist ein komplexes Thema. Einfach ausgedrückt bieten die Werbetreibenden dafür, dass ihre Anzeigen den Nutzern gezeigt werden.

    Facebook Werbeanzeigen: Bezahltes soziales Netzwerk

    Facebook Werbeanzeigen ist ein Beispiel für Werbung in einem sozialen Netzwerk. Instagram gehört ebenfalls zum Facebook Konzern. Daher gehören neben Anzeigen auf Facebook auch Anzeigen auf Instagram zu Facebook Werbeanzeigen. Aus diesem Grund hat Facebook auch die meisten monatlichen Nutzer unter allen sozialen Medien. Somit hat sich Facebook als wettbewerbsfähiges und lukratives Element in der Welt der Werbeanzeigen aufgestellt.

    Die einzige wirkliche Gemeinsamkeit zu Google Ads besteht darin, dass beiden Plattformen online Werbeanzeigen schalten. Anders als bei Suchmaschinenwerbung liefert Facebook Anzeigen nicht anhand von Keywörtern aus. Stattdessen werden Anzeigen an den Interessen der Nutzer ausgerichtet.

    Der Hauptunterschied ist einfach gesagt: Google Ads hilft Unternehmen neue Kunden zu finden. Facebook Werbeanzeigen hingegen helfen neuen Kunden Unternehmen zu finden.

    Die Vorteile von Google Ads

    Google ist die weltweit meist verwendete Suchmaschine mit mehr als drei Milliarden Suchanfragen täglich. Daher wird Google als der de facto Marktführer in Online Werbung gesehen. Somit bietet Google Werbetreibenden ein nahezu grenzenloses Potenzial.

    Google Ads verteilen sich auf zwei Hauptnetzwerke. Das Google Suchnetzwerk und das Display Netzwerk. Das Suchnetzwerk nutzt Google als Suchmaschine. Das Display Netzwerk hingegen besteht aus visuellen Anzeigen. Das können zum beispiel Banner sein, die seitlich auf Webseiten angezeigt werden.

    Eine Immense Reichweite

    Ein Hauptvorteil von Google ist die unglaubliche Reichweite. Dabei bearbeitet Google mehr als 40.000 Suchanfragen in der Sekunde. Der Google Algorithmus wird stetig ausgeklügelter. Darüber hinaus entwickelt sich Google stetig weiter. Durch moderne Machine Learning Algorithmen werden die gezeigten Ergebnisse immer relevanter. Daher ist es kein Wunder, dass Google die beliebteste Suchmaschine der Welt ist.

    Gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle

    Eines der größten Missverständnisse ist, dass nicht der, der am meisten bezahlt auch automatisch „gewinnt“. Die Hauptkriterien bei der Auslieferung sind die Qualität und die Relevanz der Anzeigen. Nicht, wie viel die Werbetreibenden ausgeben.

    Je relevanter eine Anzeige für den Nutzer ist, umso besser wird die Erfahrung des Nutzers mit der Suche haben. Daher wird er auch eher dazu neigen Google weiter zu benutzen. Aus diesem Grund stellt Google die Relevanz der Anzeigen über alle anderen Kriterien. Aus diesem Grund zahlen Werbetreibende mit relevanten, optimierten Werbeanzeigen häufig wesentlich weniger als Konkurrenten mit schlechteren Anzeigen.

    Bestimmte Keywörter kosten mehr als andere. So wie beispielsweise die aus dem Finanzsektor, die zu den teuersten gehören. Neben Relevanz und Qualität gibt es hier noch andere Faktoren für den Preis. Dieser hängt unter anderem auch von der Menge der Konkurrenz abhängig vom vorhandenen Suchvolumen ab.

    Google verwendet zum bestimmen dieser Faktoren verschiedene Metriken. Eine besonders wichtige ist die Click through Rate. Diese besagt, wie viele Personen die eine Anzeige gesehen haben auch auf diese geklickt haben. Sie dient als verlässlicher Indikator für die Qualität einer Anzeige.

    Eine breite Palette an Werbeformaten

    Anfangs warne Text basierte Anzeigen die einzige Möglichkeit auf Google Werbung zu machen. Heute gibt es darüber hinaus noch viele Möglichkeiten mehr. Dazu zählen unter anderem Videowerbungen auf YouTube, Shoppinganzeigen oder in App Werbungen.

    Auch die herkömmlichen Textanzeigen wurden weiterentwickelt. Es gibt verschiedene Erweiterungen. Sitelinks, Social Proof wie Nutzerbewertungen. Das alles kann an Textanzeigen angehängt werden. Somit können Werbetreibende ihre Anzeigen optimal an den Bedürfnissen ihrer Nutzer ausrichten. Für jedes Marketingziel existiert eine passende Anzeigenart. Google erweitert sein Sortiment stetig weiter.

    Die Vorteile von Facebook Werbeanzeigen

    Verglichen mit Google Ads sind Facebook Werbeanzeigen noch relativ neu. Dennoch ist Facebook ein Pionier auf dem Gebiet von online Werbung. Somit konnte sich Facebook als zentraler Bestandteil vieler digitaler Marketing Strategien aufstellen.

    Genaues Wissen über die Nutzer

    Ähnlich wie Google Ads besitzen Facebook Werbeanzeigen ein unglaublich großes Publikum. Allerdings liegt die wahre Stärke von Facebook darin, wie zielgenau Werbeanzeigen an potenzielle Kunden ausgeliefert werden können. Dadurch, dass Nutzer ihre Vorlieben auf Sozialen Medien öffentlich kundtun kann die Zielgruppe einer Werbeanzeige direkt an diesen Interessen ausgeliefert werden. Neben Interessen geben Nutzer auch Daten wie Geschlecht, Alter oder besuchte Veranstaltungen an.

    Eines der besten Features sind hier die „lookalike audiences“. Dabei können Werbetreibende ihre eigenen Datenbanken mit Nutzerdaten hochladen. Facebook richtet Anzeigen dann an Personen mit ähnlichen Interessen und demografischen Merkmalen aus.

    Eine visuelle Plattform

    Anders als Text basierte Anzeigen verläuft Facebook Werbung hauptsächlich visuell. Die besten Werbeanzeigen fallen im Newsfeed gar nicht als solche auf. Sie mischen sich nahtlos unter andere Inhalte. Nutzer sehen gute Werbeanzeigen gar nicht als nervige Werbung. Sie werden vielmehr als weiterer Inhalt wahrgenommen.

    Unglaublicher ROI

    Werbetreibende sind oft fasziniert davon, wie genau man seine Zielgruppen auf Facebook einstellen kann. Was die meisten Werbetreibenden jedoch wirklich überrascht ist der Return on Investment von Facebook Werbeanzeigen. Auch wenn das Budget bei Facebook Werbeanzeigen von verschiedenen Faktoren abhängt sind sie verhältnismäßig günstig. Somit sind diese Anzeigen eine perfekte Möglichkeit für Unternehmen mit begrenztem Budget.

    Facebook Werbeanzeigen oder Google Ads, was davon sollte man nutzen?

    Sowohl Google Ads als auch Facebook Werbeanzeigen sind nützliche Tools für nahezu jedes Unternehmen. Es ist wichtig, diese als sich ergänzende Plattformen zu sehen. Die Nutzung von beiden kann eine sehr effektive Marketing Strategie hervorrufen. Dennoch sollten die Marketingbotschaften konsistent auf allen Plattformen gleich bleiben.

    Die Aufteilung des Werbebudgets hängt von den jeweiligen Unternehmenszielen ab. Jede Plattform hat dabei ihre eigenen Vorteile und Stärken.

    Illustration by Freepik Stories

    Lassen Sie uns über dieses Thema sprechen

    Jetzt kontaktieren
    Jetzt bei blauvoll anrufen E-Mail an blauvoll senden